Samstag, 6. Oktober 2018, 19 Uhr

Abschlussgala mit Fazil Say

Fazil Say
Fazil Say

Fazil Say ist eines der wenigen Universalgenies der Musikwelt: ob als herausragender Pianist, Komponist poetischer Klangbilder, unermüdlicher Advokat der Musik oder streitbarer Gesellschaftskritiker: der renommierte Komponist und Pianist Fazil Say prägt das „Festival der Nationen“ seit 2016 als „Artist in Residence“ und wird diese in diesem Jahr mit einem fulminanten Festivalabschluss beenden. Fazil Say gelingt durch seine Musik und sein Wirken stets der befruchtende Dialog der Kulturen – ein wichtiges Talent in der heutigen, so konflikthaften Zeit.

Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Fazil Say bei Mithat Fenmen, einem Pianisten, der bei Alfred Cortot in Paris studiert hatte. Fenmen – vielleicht ahnend, wie groß das Talent des Jungen war – bat seinen Schüler, jeden Tag erst einmal über Themen des Alltags zu improvisieren, bevor er sich mit den notwendigen klavieristischen Übungen und Studien beschäftigte. In dieser Auseinandersetzung mit freien kreativen Prozessen und Formen wurde der Ursprung für das enorme improvisatorische Talent und die ästhetische Anschauung gelegt, die den Kern des Selbstverständnisses des Pianisten und Komponisten Fazil Say bildet. Schon als Student war der türkische Pianist eine Bühnenerscheinung, der alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Say ist ein Extremmusiker, bei dem man den Eindruck hat, 88 Tasten reichten ihm nicht, um all das auszudrücken, was er in der Musik entdeckt.

Sein Schaffen umfasst Kompositionen für Soloklavier und Kammermusik bis hin zu Solokonzerten und großen Orchesterwerken. Den Feinschliff als klassischer Pianist erhielt Fazil Say ab 1987 bei David Levine, zunächst an der Musikhochschule „Robert Schumann“ in Düsseldorf, später dann in Berlin; vor allem seine Mozartund Schubert-Interpretationen haben hier ihren gleichsam ästhetischen Urgrund. Seine herausragende Technik ermöglichte es ihm überdies bald schon, die sogenannten Schlachtrösser der Weltliteratur in staunenswerter Souveränität zu bewältigen.

Und eben diese Mischung aus Feinsinn bei Haydn, Bach und Mozart und virtuosem Glanz in den Werken von Liszt, Mussorgsky oder Beethoven führten schließlich 1994 zum Sieg beim Internationalen Wettbewerb „Young Concert Artists“ in New York. Fazil Say konzertierte in der Folge mit sämtlichen renommierten amerikanischen und europäischen Orchestern und zahlreichen großen Dirigenten und erarbeitete sich dabei ein vielfältiges Repertoire, das von Kompositionen von Johann Sebastian Bach über die „Klassiker“ Haydn, Mozart und Beethoven sowie die Romantik bis zur zeitgenössischen Musik reicht.

Seine Einspielungen der Werke Bachs, Mozarts, Gershwins und Strawinskis bei Teldec Classics sowie Mussorgskis, Beethovens und eigener Werke beim französischen CD-Label „NAIVE“ wurden von der Plattenkritik hoch gelobt und mehrmals ausgezeichnet. Seit 2016 ist er Exklusivkünstler bei Warner Classics. Fazil Say ist vierfacher ECHO Klassik Preisträger.

Aleksandar Markovi´c
Aleksandar Marković

Geboren in Belgrad, absolvierte Aleksandar Marković sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er gewann den ersten Preis beim siebten Internationalen Grzegorz Fitelberg Dirigentenwettbewerb im polnischen Katowice und besuchte an der Accademia Musicale Chigiana in Siena Meisterklassen, die er mit der Auszeichnung Diploma d‘onore abschloss. Zudem war er Stipendiat der prestigeträchtigen Herbert von Karajan Stiftung Berlin. Aleksandar Marković hat sich in den letzten Jahren als einer der charismatischsten jungen Dirigenten etabliert, der über ein weites Repertoire sowohl im symphonischen als auch im Opern-Genre verfügt.

Erfolge feierte er als Chefdirigent des Tiroler Landestheater & Orchester Innsbruck, als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Philharmonie Brünn sowie als Musikalischer Leiter der Opera North in England. Aufgrund seiner vielfältigen Fähigkeiten dirigierte Aleksandar Marković bereits die renommiertesten Orchester und ist gefragter Gastdirigent u.a. bei den Wiener Symphonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, den Dresdner Philharmonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Janácˇ ek Philharmonic Orchestra und der Kremerata Baltica. Diese Gastspiele führen ihn in die bedeutenden Konzerthäuser unserer Zeit, wie u.a. in das Palace of Arts in Budapest, in die Queen Elizabeth Hall in Antwerpen, in das Brucknerhaus Linz oder in das Festspielhaus Salzburg.

Daniel Lozakovich
Daniel Lozakovich

Der 2001 in Stockholm geborene Geiger Daniel Lozakovich begann im Alter von sechs Jahren Violine zu spielen und gab bereits zwei Jahre später sein Orchesterdebüt mit dem Moscow Virtuosi Chamber Orchestra unter der Leitung von Vladimir Spivakov. In seiner bisherigen Karriere arbeitete Daniel Lozakovich mit zahlreichen renommierten Orchestern zusammen, darunter das Royal Stockholm Philharmonic, das Wiener Kammerorchester, das Russische Nationalorchester, das Moscow Philharmonic Orchestra, das Orchestre de la Suisse Romande und das Konzerthausorchester Berlin. Daniel Lozakovich ist regelmäßiger Gast beim Verbier Festival.

In 2016 gab er sein Debüt mit den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Valery Gergiev, im Jahr 2017 konzertierte er erstmals mit dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Nelsons. Zahlreiche erste Preise bei internationalen Wettbewerben konnte Daniel Lozakovich bereits erlangen, darunter 2016 beim Vladimir Spivakov International Violin Wettbewerb, 2012 beim EMCY International Music Competition, beim „OHRID PEARLS“ – International Competition of Young Musicians und beim 12. Nutcracker International Television Contest for Young Musicians in Moskau 2011. Im Juni 2016 unterzeichnete Daniel Lozakovich einen Exklusiv-Vertrag mit dem Label Deutsche Grammophon. Seit 2012 studiert Daniel Lozakovich bei Professor Josef Rissin an der Hochschule für Musik Karlsruhe und wird von Eduard Wulfson in Genf unterrichtet.

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