Mittwoch, 2. Oktober 2019, 20 Uhr

Große Orchester: Bamberger Symphoniker

Frank Peter Zimmermann
Frank Peter Zimmermann

Frank Peter Zimmermann ist einer der bedeutendsten Geiger unserer Zeit. Geboren 1965 in Duisburg, begann er als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel und gab bereits im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg zur Weltelite. Frank Peter Zimmermann gastiert bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit allen renommierten Orchestern und Dirigenten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien.

Als Kammermusiker findet er mit seinen Interpretationen regelmäßig großen Anklang. Gemeinsam mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gründete er das „Trio Zimmermann“. In der Saison 2018/2019 ist Frank Peter Zimmermann „Capell-Virtuos“ der Sächsischen Staatskapelle und konzertiert unter der Leitung von Christian Thielemann mehrfach in Dresden sowie auf Tournee u.a. im Musikverein Wien, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Elbphilharmonie sowie bei den Osterfestspielen Salzburg. Mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Jakub Hrůša tourt der Geiger in Skandinavien, spielt außerdem Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France und gastiert beim Konzerthausorchester Berlin sowie beim Bayerischen Staatsorchester.

Im Juli 2019 beschließt er die Spielzeit mit der Sächsischen Staatskapelle unter der Leitung von Franz Welser-Möst. Ein Beethoven-Sonaten-Zyklus mit dem Pianisten Martin Helmchen begleitet die gesamte Saison mit Konzertabenden u.a. an der Sächsischen Staatsoper, in Madrid und Warschau, beim Rheingau Musik Festival, beim Klavier-Festival Ruhr, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Kissinger Sommer.

Frank Peter Zimmermann brachte Violinkonzerte von Magnus Lindberg, Matthias Pintscher, Brett Dean und Augusta Read Thomas zur Uraufführung. Über die Jahre hat Frank Peter Zimmermann eine eindrucksvolle Diskographie eingespielt; seine Aufnahmen erschienen bei EMI Classics, Sony Classical, BIS, Ondine, Teldec Classics und ECM Records.

Er nahm nahezu alle großen Violinkonzerte von Bach bis Ligeti sowie zahlreiche Kammermusikwerke auf. Seine Aufnahmen wurden weltweit mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Die CD mit den beiden Violinkonzerten von Dimitri Schostakowitsch (BIS Records), aufgenommen mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert, wurde 2018 für einen Grammy nominiert.

Frank Peter Zimmermann erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Frank Peter Zimmermann spielt auf der „Lady Inchiquin“ von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1711, die ihm von der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen überlassen wird.

Jakub Hrůša

Neben seinen Verpflichtungen als Chefdirigent der Bamberger Symphoniker ist Jakub Hrůša erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie und des Philharmonia Orchestra in London. Bis vor kurzem war er erster Gastdirigent beim Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.

Über sein Debüt beim Boston Symphony Orchestra schrieb der Boston Globe 2016: „This is Hrůša’s first guest appearance with the BSO. It shouldn’t be his last.“ Ebenso bejubelt wurde die darauf folgende Zusammenarbeit mit dem Cleveland Orchestra. In 2017 debütierte er beim Mahler Chamber Orchestra und beim Chicago Symphony Orchestra. Es folgten weitere Dirigate beim New York Philharmonic Orchestra, beim Philadelphia Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Orchestra Filarmonica della Scala, bei den Berliner Philharmonikern sowie beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Zum Beginn seiner Tätigkeit in Bamberg erschien mit Smetanas Zyklus „Mein Vaterland“ die erste gemeinsame Aufnahme. Im Herbst 2018 erschien eine Doppel-CD mit Brahms` Symphonie Nr. 4 und Dvo aks Symphonie Nr. 9, die vom Klassikmagazin Rondo zur „Klassik-CD des Monats“ gekürt wurde.

Bamberger Symphoniker

Die Bamberger Symphoniker sind ein außergewöhnliches Orchester in einer außergewöhnlichen Stadt. Seit 1946 begeistern sie ihr Publikum weltweit mit ihrem charakteristisch dunklen, runden und strahlenden Klang und sind Kulturbotschafter Bayerns und ganz Deutschlands geworden. Die Umstände ihrer Gründung lassen die Bamberger Symphoniker zum Spiegel der deutschen Geschichte werden: 1946 trafen ehemalige Mitglieder des Deutschen Philharmonischen Orchesters Prag in Bamberg auf Musikerkollegen, die ebenfalls infolge der Kriegs- und Nachkriegswirren aus ihrer Heimat hatten fliehen müssen und gründeten das „Bamberger Tonkünstlerorchester“. Dieses wurde kurze Zeit später in Bamberger Symphoniker umbenannt.

Die Traditionslinien reichen zurück bis zu Mahler und Mozart. Seit September 2016 ist der Tscheche Jakub Hrůša der fünfte Chefdirigent in der Geschichte der Bamberger Symphoniker. Mit seiner Person spannt sich, mehr als sieben Jahrzehnte nach der Orchestergründung, wieder der Bogen zu den geschichtlichen Wurzeln der Bamberger Symphoniker.

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