Mittwoch, 27. September 2017, 20 Uhr
Mozartnacht

Julia Fischer
Julia Fischer

Julia Fischer gehört zu den führenden Geigensolisten weltweit und bringt ihre künstlerische Vielfältigkeit nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin und Kammermusikerin zum Ausdruck. Mit gerade einmal vier Jahren begann für die 1983 in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern der künstlerische Weg, ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie von ihrer Mutter Viera Fischer. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm sie deren Nachfolge.

In der Saison 2017/2018 ist Julia Fischer „Artist in Residence“ bei den Wiener Symphonikern. Sie konzertiert außerdem mit namhaften Orchestern und Dirigenten wie dem Danish National Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Bayerischen Staatsorchester unter Kirill Petrenko auf Tournee in der Elbphilharmonie Hamburg und der Carnegie Hall New York, den Dresdner Philharmonikern und mit einem Jubiläumskonzert mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Herbert Blomstedt.

Eine Quartett-Tournee mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger führt sie im Frühjahr 2018 unter anderem nach London, München, Zürich, Düsseldorf und Leipzig. Anschließend geht sie auf eine weitere große Rezital-Tournee mit der Pianistin Yulianna Avdeeva.

Höhepunkte der vergangenen Zeit beinhalten die Eröffnung des Kulturpalastes in Dresden mit den Dresdner Philharmonikern unter der Leitung von Michael Sanderling und Konzerte mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Kirill Petrenko, dem Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti und den Wiener Philharmonikern unter Jukka Pekka Salonen.

Zu den aktuellsten Aufnahmen von Julia Fischer zählen eine DVD mit dem Brahms-Konzert mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst und die erste gemeinsame Duo-CD mit Daniel Müller-Schott. Zuvor brachte Julia Fischer bei Decca u. a. das Violinkonzert Nr. 1 von Bruch und das Dvorˇák-Violinkonzert gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und David Zinman heraus sowie eine CD mit ausgewählten Werken für Violine und Klavier von Pablo Sarasate.

Julia Fischer ist eine ausgezeichnete Pianistin: Anfang 2008 gab sie in der Alten Oper Frankfurt ein Konzert, in dem sie sowohl Griegs Klavierkonzert als auch ein Violinkonzert von Saint-Saëns spielte. Diese viel gelobte Aufführung wurde von der Unitel mitgeschnitten und als DVD bei der Decca veröffentlicht.

Ihre Einspielungen stoßen auf höchstes Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit vielen Auszeichnungen wie dem BBC Music Magazine Award, dem Choc der Zeitschrift Monde de la Musique, dem Diapason d’Or de l’Année, dem ECHO Klassik und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik bedacht.Viele weitere Preise ehren die Künstlerin, so wurde sie in die Jahrhundert-Geiger-CD-Edition der Süddeutschen Zeitung aufgenommen, erhielt den international hoch angesehenen Gramophone Award, den MIDEM Classical Award sowie den Deutschen Kulturpreis.

Neben ihrer Professorentätigkeit gibt Julia Fischer regelmäßig Meisterkurse während der Musikferien am Starnberger See. Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer Philipp Augustin Geige (2011).

Nils Mönkemeyer
Nils Mönkemeyer

Künstlerische Brillanz und innovative Programmgestaltung sind das Markenzeichen, mit dem Nils Mönkemeyer sich in kurzer Zeit als einer der international erfolgreichsten Bratschisten profiliert und der Bratsche zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat.

Als Exklusiv-Künstler bei Sony Classical brachte er in den letzten Jahren zahlreiche CDs heraus, die alle von der Presse hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet wurden. In seinen Programmen spannt Mönkemeyer den Bogen von Entdeckungen und Ersteinspielungen originärer Bratschenliteratur des 18. Jahrhunderts bis hin zur Moderne und zu Eigenbearbeitungen. Im August 2017 erschien Nils Mönkemeyers jüngste CD mit den Bamberger Symphonikern unter Leitung von Markus Poschner und Werken von Walton, Bruch und Pärt.

Nils Mönkemeyer arbeitet mit Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Elias Grandy, Christopher Hogwood, Cornelius Meister, Mark Minkowski, Michael Sanderling, Clemens Schuldt, Karl-Heinz Steffens, Markus Stenz, Mario Venzago oder Simone Young zusammen und konzertiert als Solist mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, den Musiciens du Louvre, dem Berner Symphonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem MDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Staatskapelle Weimar, den Bremer Philharmonikern, den Düsseldorfer Symphonikern oder den Berliner Barocksolisten.

In der Saison 2017/2018 ist er als Solist u.a. im Wiener Musikverein, in Salzburg, im Music Center Helsinki, in Liechtenstein, in der Philharmonie Berlin, im Festspielhaus Baden-Baden, im Münchner Gasteig, der Kölner Philharmonie und in der Alten Oper Frankfurt zu hören. Mit seinen kammermusikalischen Projekten – zu denen u.a. das Trio mit Sabine Meyer und William Youn, das Julia Fischer Quartett und sein Duo mit William Youn gehört – ist er zu Gast auf internationalen Podien wie der Londoner Wigmore Hall, der National Concerthall Taipeh, der Liszt Hall Budapest, der Tonhalle Zürich, der Philharmonie Luxemburg, dem Amsterdamer Muziekgebouw, dem Gewandhaus Leipzig, dem Münchner Prinzregententheater und dem Boulezsaal Berlin.

Seine kammermusikalischen Projekte führen ihn regelmäßig zu zahlreichen Festivals, wie beispielsweise dem Menuhin Festival Gstaad, der Mozartwoche Salzburg, der Schubertiade Hohenems, dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Musikfest Stuttgart, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, zudem nach Taiwan, Korea und in die Benelux-Staaten.

Seit 2011 ist Mönkemeyer Professor an der Hochschule für Musik und Theater München, an der er selbst einmal bei Hariolf Schlichtig studiert hatte. Vorherige Stationen waren eine zweijährige Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und eine Assistenzprofessur an der Escuela Superior Musica Reina Sofia Madrid.

Franz Liszt Kammerorchester

Das ungarische Franz Liszt Kammerorchester wurde 1963 von ehemaligen Studenten der Franz Liszt Musikakademie gegründet und gehört zu den renommiertesten Ensembles Europas. Seit Jahrzehnten hat sich das Orchester in der internationalen Musikszene etabliert und gastiert weltweit in den bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall in New York, der Oper in Sydney, dem Concertgebouw Amsterdam, dem National Centre of the Performing Arts in Peking, der Suntory Hall in Tokio, dem Théâtre de la Ville in Paris sowie dem Teatro Colón in Buenos Aires.

Obwohl Franz Liszt kein Werk für Streicher komponierte, nahm das Ensemble, als Ausdruck tiefer Verehrung, seinen Namen an. Der erste künstlerische Leiter war Frigyes Sándor.

Nach seinem Tode 1979 übernahm das Gründungsmitglied János Rolla die Aufgabe als Konzertmeister, die Péter Tfirst als künstlerischer Leiter weiterführte.

Das weit gefächerte Repertoire umfasst alle Epochen der Musikgeschichte von Monteverdi bis zu Werken des 20. Jahrhunderts. Das Orchester hat mehr als 200 CDs für namhafte Labels aufgenommen. Im Jahr 2016 veröffentlichte es seine neuste CDProduktion gemeinsam mit dem Kontrabassisten Ödön Rácz bei der Deutschen Grammophon, welche von der internationalen Presse hervorragend rezensiert wurde.

Das Orchester konzertiert mit Dirigenten und Solisten von internationalem Rang wie u.a. Vadim Repin, Gábor Boldoczki, Mischa Maisky, Emmanuel Pahud, András Schiff, Martha Argerich, Edita Gruberova, Adam Fischer und Midori.

Das Franz Liszt Kammerorchester ist weltweiter Kulturbotschafter seines Heimatlandes Ungarn.

Franz-List-Kammerorchester

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