Donnerstag, 4. Oktober 2018, 20 Uhr

Jubiläumskonzert „70 Jahre Mischa Maisky“

Mischa Maisky
Mischa Maisky

Mischa Maisky ist der einzige Cellist weltweit, der bei den Cellolegenden Mstislaw Rostropowitsch und Gregor Piatigorsky studiert hat. Rostropowitsch pries Mischa Maisky als „…eines der herausragendsten Talente in der jüngeren Cellisten-Generation. Sein Spiel verbindet Poetik und hervorragendes Feingefühl mit viel Temperament und brillanter Technik.“

Mit seinem beseelten Cellospiel machte Mischa Maisky eine Weltkarriere und feiert seinen 70. Geburtstag, u.a. mit einem Konzert beim „Festival der Nationen“. Mischa Maisky wurde in Lettland geboren, studierte am Moskauer Tschaikowsky Konservatorium, konzertiert auf allen fünf Kontinenten dieser Erde und hat nach seiner Repatriierung nach Israel seinen Lebensmittelpunkt in Brüssel gefunden.

Er selbst versteht sich als Weltbürger: „Ich spiele ein italienisches Cello, mit französischen und deutschen Bögen, österreichischen und deutschen Saiten, meine Tochter wurde in Paris geboren, mein ältester Sohn in Brüssel, mein mittlerer in Italien und mein jüngster in der Schweiz, ich trage eine schweizerische Uhr und eine indische Halskette – kurz gesagt, ich sehe mich als Kosmopolit und fühle mich da zuhause, wo die Leute klassische Musik schätzen und genießen.“

Im Rahmen des weit mehr als 30 Jahre währenden Exklusivvertrags mit der Deutschen Grammophon spielte er mittlerweile mehr als 35 Aufnahmen für dieses herausragende Label ein, mit Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem London Symphony und Israel Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orpheus Chamber Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe und anderen. Keine geringeren als Lang Lang und Vadim Repin waren die Partner auf seiner CD mit Klaviertrios von Tschaikowsky und Rachmaninow.

Ein besonderer Höhepunkt seiner Konzerttätigkeit war zweifellos das Jahr 2000, in dem Mischa Maisky den 250. Todestag Johann Sebastian Bachs auf eine ganz besondere Weise würdigte. In einem Konzertmarathon von weit über 100 Konzerten brachte er Bachs Solosuiten weltweit zur Aufführung um seine tiefe Verehrung für das Schaffen des Meisters zum Ausdruck zu bringen. In diesem Zusammenhang spielte Maisky Bachs Solosuiten ein zweites Mal bei der Deutschen Grammophon ein, die damit sicherlich ein, wenn nicht das zentrale Werk in Maiskys Konzertrepertoire darstellen.

Seine Aufnahmen erregten bei der internationalen Kritik großes Aufsehen und einige davon wurden fünf Mal mit dem Record Academy Prize in Tokyo, drei Mal mit dem ECHO Deutscher Schallplattenpreis, dem Grand Prix du Disque in Paris und dem Diapason d’Or ausgezeichnet und für den begehrten Grammy nominiert.

Durch zahlreiche Auftritte mit führenden Orchestern der Welt, eine regelmäßige Präsenz bei den renommiertesten internationalen Festivals und Klassikreihen, aber auch durch die Zusammenarbeit mit hervorragenden Dirigenten sowie Kammermusikpartnern hat Mischa Maisky seinen internationalen Ruf als Cellist gefestigt. In Istanbul wurde ihm im Juni 2018 der Lifetime Achievement Award verliehen und in diesem Herbst kehrt Mischa Maisky zum fünfzigsten Mal nach Japan zurück, wo er bereits fast 400 Konzerte gegeben hat.

Ivan Repušić

Der kroatische Dirigent Ivan Repušic´ absolvierte seine Ausbildung an der Musikakademie in Zagreb. Seine Karriere begann Ivan Repušic´ am kroatischen Nationaltheater in Split, dessen Chefdirigent und Operndirektor er von 2006 bis 2008 war. Dort erarbeitete er sich insbesondere ein großes italienisches Repertoire. Inzwischen ist er ein gefragter Gastdirigent. So gastierte Ivan Repušic´ u.a. an der Hamburgischen Staatsoper, der Semperoper Dresden und der Komischen Oper Berlin sowie beim Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, bei den Prager Symphonikern und der Slowenischen Philharmonie. Eng verbunden ist er der Deutschen Oper Berlin.

Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Ivan Repušic´ an der Staatsoper Hannover Generalmusikdirektor und zum Beginn der Spielzeit 2017/2018 übernahm er das Amt als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters, mit dem er zuvor u.a. schon Puccinis „La rondine“ in einer konzertanten Aufführung dargeboten hatte. In seinem Antrittskonzert im September 2017 erklang Verdis „Luisa Miller“.

Münchner Rundfunkorchester

Das Münchner Rundfunkorchester, gegründet 1952, hat dank seiner programmatischen Vielfalt ein ganz eigenes künstlerisches Profil entwickelt. Die Palette reicht von Oper und Operette in den Sonntagskonzerten, moderierten Themenkonzerten, wie „Mittwochs um halb acht“, und moderner geistlicher Musik in der Reihe Paradisi gloria bis hin zu Filmmusik und Crossover- Projekten. Gastspiele führen das Orchester zu bekannten Festivals wie dem Kissinger Sommer, dem Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen oder den Salzburger Festspielen, wo es u.a. Anna Netrebko und Plácido Domingo begleitet hat. Seinen hohen Bekanntheitsgrad verdankt es auch den zahlreichen Platten- und CD-Einspielungen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der pädagogischen Arbeit in Form von Kinder- und Jugendkonzerten mit umfangreichem Zusatzprogramm. Überdies widmet sich das Orchester – etwa gemeinsam mit der Theaterakademie August Everding – engagiert der Nachwuchsförderung.

Münchner Rundfunkorchester

zum Seitenanfang