Donnerstag, 1. Oktober und Freitag, 2. Oktober 2020, 20 Uhr

250 Jahre Ludwig van Beethoven – Klavierkonzerte 1 bis 5

Rudolf Buchbinder
Rudolf Buchbinder

Rudolf Buchbinder zählt zu den legendären Interpreten unserer Zeit. Die Autorität einer mehr als 60 Jahre währenden Karriere verbindet sich in seinem Klavierspiel auf einzigartige Weise mit Esprit und Spontaneität. Seine Interpretationen werden für ihre intellektuelle Tiefe und musikalische Freiheit weltweit gefeiert. Als maßstabsetzend gelten insbesondere seine Interpretationen der Werke Ludwig van Beethovens. Über 50 Mal führte er die 32 Klaviersonaten auf der ganzen Welt bisher zyklisch auf und entwickelte die Interpretationsgeschichte dieser Werke über Jahrzehnte weiter. Als erster Pianist spielte er bei den Salzburger Festspielen sämtliche Beethoven-Sonaten innerhalb eines Festspiel-Sommers.

Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens widmet der Wiener Musikverein Rudolf Buchbinder in der Saison 2019/20 einen eigenen Zyklus der fünf Beethoven Klavierkonzerte. Als Solist spielt er diese mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons, den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti sowie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter ihren Chefdirigenten Mariss Jansons, Valery Gergiev und Christian Thielemann.

Eine weitere Premiere steht im Mittelpunkt des Beethoven-Jahres 2020. In Anlehnung an Beethovens berühmte Diabelli-Variationen op. 120 entsteht auf Initiative von Rudolf Buchbinder eine Serie neuer Diabelli-Variationen. Als Koproduktion verschiedener internationaler Veranstalter wurde der Auftrag an zwölf führende Komponisten der Gegenwart vergeben. Seit 2019 ist Rudolf Buchbinder Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon.

Zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen dokumentieren seine Karriere. Rudolf Buchbinder ist Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker und des Israel Philharmonic Orchestra. Er ist der erste Solist, dem die Sächsische Staatskapelle Dresden die Goldene Ehrennadel verlieh.

Größten Wert legt Buchbinder auf Quellenforschung. Seine private Notensammlung umfasst 39 komplette Ausgaben der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens sowie ein umfangreiches Archiv von Erstdrucken, Originalausgaben und Kopien der eigenhändigen Klavierstimmen beider Klavierkonzerte von Johannes Brahms.

Seit Gründung des Grafenegg Festivals in 2007 ist er dessen Künstlerischer Leiter. Grafenegg zählt heute zu den einflussreichsten Orchesterfestivals in Europa. Zwei Bücher sind von Rudolf Buchbinder bislang erschienen, seine Autobiographie „Da Capo" sowie „Mein Beethoven – Leben mit dem Meister".

Wiener Symphoniker

Die Wiener Symphoniker zählen zu den internationalen Spitzenorchestern. Im Mittelpunkt der Arbeit des Klangkörpers steht die bewusste Pflege, nachhaltige Entwicklung und breite Vermittlung der traditionellen Wiener Klangkultur. Gleichzeitig hat sich das Orchester in seiner über 100-jährigen Geschichte mit Uraufführungen führender Komponisten, aufsehenerregenden künstlerischen Projekten, Kooperationen und Programmen eine weltweite Reputation für seine künstlerische Innovationslust erarbeitet.

Gegründet 1900 unter dem Namen „Wiener Concertverein“, prägten herausragende Dirigentenpersönlichkeiten wie Bruno Walter, Richard Strauss, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch, oder Georges Prêtre die Entwicklung der Klangkultur des Orchesters. Als regelmäßige Gastdirigenten feierten zudem Weltstars wie Lorin Maazel, Zubin Mehta, Claudio Abbado, Carlos Kleiber oder Sergiu Celibidache viel beachtete Erfolge. Musikgeschichte schrieb das Orchester u. a. mit den Uraufführungen von heute so selbstverständlich im Repertoire verankerten Werken wie Anton Bruckners Neunte Symphonie, Arnold Schönbergs Gurre-Lieder, Maurice Ravels Konzert für die linke Hand und Franz Schmidts Das Buch mit sieben Siegeln.

Als Wiens Konzertorchester mit eigenen Zyklen sowohl im Musikverein Wien und dem Wiener Konzerthaus spielen die Wiener Symphoniker jährlich über 150 Konzert- und Opernauftritte und bilden so das Rückgrat des symphonischen Lebens der Musikstadt Wien. Zudem verlassen die Wiener Symphoniker regelmäßig ihre angestammten Spielorte und kommen mit ihren Grätzl-Konzerten direkt zur Wiener Bevölkerung in die Wiener Gemeindebezirke. Zahlreiche Initiativen in der Musikvermittlung unter dem Projektnamen „Young Symphony“ runden das Portfolio der Wiener Aktivitäten des Orchesters ab.
 
Seit Anbeginn im Jahre 1946 sind die Wiener Symphoniker außerdem das Orchestra in Residence der Bregenzer Festspiele. Dort treten sie als Opernorchester beim Spiel am See auf der weltgrößten Seebühne und bei der Oper im Festspielhaus in Erscheinung und bereichern das Programm zudem mit mehreren Orchesterkonzerten. Als offizieller Kulturbotschafter der Stadt Wien gastieren sie zudem regelmäßig in den wichtigsten internationalen Musikzentren.

Wiener Symphoniker

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