Freitag, 22. September 2017, 19:30 Uhr
Eröffnungskonzert

Sabine Meyer
Sabine Meyer

Sabine Meyer gehört zu den renommiertesten Solisten weltweit.

In Crailsheim geboren, schlug Sabine Meyer nach Studien in Stuttgart bei Otto Hermann und in Hannover bei Hans Deinzer zunächst die Orchesterlaufbahn ein und wurde Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Es folgte ein Engagement als Solo-Klarinettistin bei den Berliner Philharmonikern, welches sie jedoch bald aufgab, da sie zunehmend als Solistin gefragt wurde. In mehr als dreißig Jahren führten sie unzählige Konzerte sowie Rundfunk- und Fernsehauftritte in alle Musikzentren Europas sowie nach Brasilien, Israel, Kanada, China und Australien, nach Japan und in die USA.

Sabine Meyer feierte weltweit Erfolge als Solistin bei mehr als dreihundert Orchestern. Sie gastierte bei allen bedeutenden Orchestern in Deutschland und wurde von den führenden Orchestern der Welt engagiert, so u.a. von den Wiener Philharmonikern, vom Chicago Symphony Orchestra, vom London Philharmonic Orchestra, vom NHK Symphony Orchestra Tokyo, den Berliner Philharmonikern, von den Radio-Sinfonieorchestern in Wien, Basel, Warschau, Prag sowie von zahlreichen anderen Klangkörpern.

Sabine Meyers besondere Zuneigung gehört der Kammermusik. In vielfältigen Zusammensetzungen hat sie unter anderem mit Künstlern wie Juliane Banse, Martin Helmchen, Daniel Hope, Nils Mönkemeyer, dem Hagen Quartett, dem Modigliani Quartett sowie dem Schumann Quartett musiziert. Dabei setzt sie sich im solistischen wie im kammermusikalischen Bereich immer wieder für zeitgenössische Musik ein - so wurden ihr Werke von Jean Françaix, Edison Denissov, Harald Genzmer, Toshio Hosokawa, Niccolo Castiglioni, Manfred Trojahn, Aribert Reimann und Peter Eötvös gewidmet. 2015 spielte sie im Rahmen des Luzern Festivals die Uraufführung eines Konzertes von Márton Illés.

1983 gründete sie mit ihrem Ehemann Reiner Wehle und ihrem Bruder Wolfgang Meyer das „Trio di Clarone“. Fast vergessene Original-Kompositionen Mozarts sowie bedeutende Werke der Gegenwart bilden das Repertoire; erweitert durch außergewöhnliche Programme, mehrfach in Zusammenarbeit mit dem Jazzklarinettisten Michael Riessler.

Das aufgenommene Repertoire reicht von der Vorklassik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und umfasst alle wichtigen Werke für Klarinette. Zu Sabine Meyers letzten Veröffentlichungen bei Sony Classical gehören zum einen ein Trioprogramm zusammen mit Nils Mönkemeyer und William Youn sowie zum anderen ein spezielles Projekt mit dem Alliage Quintett „Fantasia“. Sabine Meyer hat zahlreiche Einspielungen bei EMI Classics gemacht. Des Weiteren nimmt sie für die Deutsche Grammophon, für Sony Classical sowie CAvi-music auf.

Neben der achtmaligen Auszeichnung mit dem ECHO Klassik ist Sabine Meyer Trägerin des „Niedersachsen Preises“, des „Brahms Preises“, des „Praetorius Musikpreises“, sie ist Mitglied der „Akademie der Künste Hamburg“ und bekam den Orden „Chevalier des Arts et des Lettres“ verliehen. Seit 1993 hat Sabine Meyer eine Professur an der Hochschule für Musik in Lübeck inne.

Emmanuel Pahud
Emmanuel Pahud

Der schweizerisch-französische Flötist Emmanuel Pahud gehört zu den interessantesten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation. 1970 in Genf geboren, begann er sein Flötenstudium bereits im Alter von sechs Jahren. Seine Ausbildung schloss er 1990 am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique mit der Verleihung des „Premier Prix“ ab. Es folgten weitere Studien bei Aurèle Nicolet. Im Alter von nur 22 Jahren erhielt Emmanuel Pahud die Stelle als erster Flötist bei den Berliner Philharmonikern unter Chefdirigent Claudio Abbado – eine Position, die er bis heute noch innehat. Neben seiner Tätigkeit bei den Berliner Philharmonikern ist Emmanuel Pahud ein international gefragter Solist und Kammermusiker.

Emmanuel Pahud gibt regelmäßig Konzerte bei den renommiertesten Festivals in Europa, den USA und dem fernen Osten. Als Solist spielte er mit zahlreichen international renommierten Orchestern, darunter das London Philharmonic Orchestra, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Orchestre de la Suisse Romande, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre du Théâtre Mariinski, die Camerata Salzburg, das Mozarteumorchester, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Cincinnati Symphony Orchestra, das National Symphony Orchestra, das NHK Symphony Orchestra Tokio und das Scottish Chamber Orchestra. Er arbeitet mit renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, David Zinman, Pierre Boulez, Valery Gergiev, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Paavo Järvi, Yannick Nezet-Séguin oder Itzhak Perlman zusammen. 1993 gründete Emmanuel Pahud gemeinsam mit Eric Le Sage und Paul Meyer das Sommerfestival für Kammermusik „Musique à l’Empéri“ in Salon-de-Provence, ein international renommiertes Kammermusik-Festival. Des Weiteren ist Pahud als Kammermusiker mit seinem Ensemble „Les Vents Français“ und Musikern der Berliner Philharmoniker erfolgreich.

Seine Ende 2011 veröffentlichte Einspielung zusammen mit Trevor Pinnock, die der Flötenmusik am Hofe von Frederik dem Großen gewidmet ist, erhielt die Auszeichnung „CD des Jahres 2012“ vom Classica Magazine und war für den „Award Victoires de la Musique“ 2013 nominiert.

Es folgte das Album „Around the World“ für Flöte und Gitarre zusammen mit dem Gitarristen Christian Rivet für Warner Classics. Emmanuel Pahuds Aufnahme der gesamten Flötenwerke von Frank Martin wurde von Musiques Suisses veröffentlicht und wurde mit der „Diapason d’Or“, der Goldenen Stimmgabel in Frankreich im März 2013 ausgezeichnet.

Emmanuel Pahud hat einen Exklusivvertrag bei Warner Classics-Erato und ist sechsfacher Preisträger des begehrten ECHO Klassik, welchen er zuletzt im Jahr 2015 für seine CD «Revolution» gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel und Giovanni Antonini bekam. 2009 wurde Emmanuel Pahud vom französischen Kulturministerium zum „Chevalier des Arts et Lettres“ ernannt und in Grossbritannien mit dem Titel „Honorary Member of the Royal Academy of Music“ in London ausgezeichnet. Außerdem ist er UNICEF-Botschafter.

Giovanni Antonini
Giovanni Antonini

Der Mailänder Dirigent und Flötist Giovanni Antonini ist bekannt für seine Interpretationen des barocken und klassischen Repertoires. Er erhielt seine musikalische Ausbildung am Centre de Musique Ancienne in seiner Heimatstadt Genf und ist Gründungsmitglied des Barockensembles Il Giardino Armonico, das er seit 1989 leitet. Damit tritt er als Dirigent und Solist in den wichtigsten Konzertsälen in Europa, den USA, in Südamerika, Kanada, Australien, Japan und Malaysia auf. Das Vivaldi-Album in Zusammenarbeit mit Cecilia Bartoli wurde im Jahr 2000 mit dem Grammy ausgezeichnet.

Giovanni Antonini ist gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie der Camerata Salzburg, dem Münchner Kammerorchester, dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, dem Los Angeles Philharmonic, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Swedish Chamber Orchestra sowie den Berliner Philharmonikern. 2014 startete Antonini mit seinem Ensemble Il Giardino Armonico und dem Kammerorchester Basel das Projekt „Haydn2032“.

Mit dem Kammerorchester Basel verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit. Über zehn Jahre lang erarbeiteten sie gemeinsam die Sinfonien Beethovens und erreichten im Herbst 2016 mit der Aufnahme der Neunten den Höhepunkt. Jüngst wurde die Einspielung „Revolution“ mit dem Flötisten Emmanuel Pahud und dem Kammerorchester Basel mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Seit der Saison 2015/2016 ist Giovanni Antonini Principal Guest Conductor des Kammerorchester Basel.

Kammerorchester Basel

Das Kammerorchester Basel gilt als eines der führenden Kammerorchester des internationalen Musiklebens. Einladungen in die weltweit bedeutendsten Konzerthäuser sowie zu international renommierten Festivals prägen die Agenda ebenso wie die eigene Konzertreihe in Basel. Eine Diskographie mit über 30 CDs, viele mit prominenten Preisen ausgezeichnet, zeugt von der Qualität des Orchesters. Das innovative Orchester sucht durch stete Entwicklung seines Klangbildes neue und weiterführende Wege der Interpretation. Das Kammerorchester Basel arbeitet mit Künstlern wie u.a. Maria João Pires, Sol Gabetta, Emmanuel Pahud, Isabelle Faust und Fazil Say zusammen.

Unter der künstlerischen Leitung seiner Konzertmeister und Konzertmeisterinnen sowie unter der Stabführung ausgewählter Dirigenten präsentiert das Kammerorchester Basel in rund 80 Auftritten pro Jahr sein breites Repertoire von Barock bis zeitgenössischer Musik. Eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit verbindet das Basler Ensemble mit seinem Principal Guest Conductor Giovanni Antonini. Ein Höhepunkt ist dabei der Beethoven-Zyklus, den das Orchester und der renommierte Barockspezialist erarbeitet haben. „Hier entsteht ein Stück Zukunft“, schrieb die Neue Zürcher Zeitung über die historisch informierten Interpretationen. Das Kammerorchester Basel wurde bereits dreimal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Unter Antoninis Leitung wird es im Wechsel mit dem italienischen Ensemble Il Giardino Armonico bis ins Jahr 2032 alle 107 Sinfonien Joseph Haydns aufführen und auf CD einspielen.

Kammerorchester Basel

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