Dienstag, 22. September 2020, 20:00 Uhr

Sonderkonzert

Anne-Sophie Mutter
Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter ist ein musikalisches Phänomen: Seit über 40 Jahren konzertiert die Virtuosin weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und prägt die Klassikszene als Solistin, Mentorin und Visionärin. Dabei ist die viermalige Grammy® Award Gewinnerin der Aufführung traditioneller Kompositionen genauso verpflichtet wie der Zukunft der Musik: 27 Werke hat sie bislang uraufgeführt – Unsuk Chin, Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und John Williams haben für Anne-Sophie Mutter komponiert. Darüber hinaus widmet sie sich zahlreichen Benefizprojekten und der Förderung musikalischen Spitzennachwuchses: Im Herbst 1997 gründete sie den „Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V.“, dem 2008 die Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Seite gestellt wurde. Im Rahmen dieser beiden gemeinnützigen Institutionen werden die Stipendiaten nach ihren individuellen Bedürfnissen unterstützt. Und seit 2011 teilt Anne-Sophie Mutter regelmäßig das Rampenlicht mit ihrem Stipendiaten-Ensemble „Mutter’s Virtuosi“.

Anne-Sophie Mutters Konzertkalender in der Saison 2019/2020 mit Auftritten in Asien, Europa und Nord- sowie Südamerika spiegelt erneut die musikalische Vielseitigkeit der Violinistin und ihren beispiellosen Rang in der Welt der klassischen Musik wider: Im September 2019 war sie zum ersten Mal in ihrer Karriere im Rahmen eines Open Air Konzertes zu erleben. Unter dem Titel „Across the Stars“ standen auf dem Münchner Königsplatz einige der herausragendsten Werke des mehrfachen Oscar-Preisträgers John Williams auf dem Programm, die der Komponist speziell für sie adaptierte. Im August erschien zudem ihre CD-Einspielung dieses neuen und in dieser Form bislang ungehörten Williams Repertoires. Mit „Mutter’s Virtuosi“ gastierte sie im November erstmals in Südamerika. Beethovens 250. Geburtstag steht im Zentrum ihres Repertoires für das Jahr 2020; Anne-Sophie Mutter rückt dabei in vier verschiedenen Konzertprogrammen Violinwerke ins Scheinwerferlicht, die Beethoven unsterblich machen. Neben den Romanzen, dem Violin- sowie dem Tripelkonzert und Sonaten führt sie Streichtrios sowie das „Harfenquartett“ auf. Diesen musikalischen Faden nimmt Jörg Widmann mit der von Anne-Sophie Mutter beauftragten Komposition „Studie über Beethoven“ auf und weist damit den Weg in einen neuen Quartett-Orbit. Dieses Werk hob sie in San Francisco am 27. Januar 2020 aus der Taufe und stellte es zudem bei den darauf folgenden Kammermusik-Konzerten ihrem Publikum vor.

Neben vielen weiteren Preisen und Auszeichnungen ist die Geigerin Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens sowie des Großen Österreichischen Ehrenzeichens.

Beethoven-Violinsonaten

In nur sieben Jahren, zwischen 1797 und 1803, entstanden neun von den insgesamt zehn Violinsonaten Ludwig van Beethovens (1770-1827). Seine Gattungsbeiträge konzentrieren sich somit auf ein vergleichsweise kleines und zudem frühes Zeitfenster im Schaffen des Komponisten, dessen Geburtsjahr sich 2020 zum 250. Mal jährt. Die Gattung selbst ist ein Kind der Klassik, die der erstarkenden, bürgerlichen Musikkultur ihre Blüte verdankt. Von den Zeitgenossen wurde sie gemeinhin als „Sonate für Pianoforte und Violine“ bezeichnet, ein Hinweis auf die ursprüngliche Konzeption als Klavierstück mit Violin-Begleitung. Erst Mozart macht aus dem Genre einen Dialog zweier gleichberechtigter Partner. Beethoven greift dessen modernere Herangehensweise auf: Klavier und Violine begegnen sich hier auf Augenhöhe. Und er geht sogar einen Schritt weiter: Die „Kreutzer-Sonate“ sprengt den intimen Rahmen der Kammermusik und präsentiert sich als großangelegtes Konzert zweier Solisten.

Lauma Skride
Lauma Skride

„Wunderbar sensibel, mit herrlichen Klangfarben, immer wieder auch mit hochvirtuosem Elan“ (Bayerischer Rundfunk).

Kombiniert mit einer brillanten Technik sind es diese Eigenschaften, mit denen es Lauma Skride gelingt, als Solistin wie als Kammermusikerin gleichermaßen auf den wichtigsten nationalen und internationalen Podien zu begeistern. Insbesondere für ihre Interpretationen des deutschen klassischen und romantischen Repertoires wird Lauma Skride, seit 2008 Trägerin des Beethoven-Ringes, geschätzt: Sie gastierte bei Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, den Symphonikern Hamburg, der Dresdner Philharmonie oder dem Orquesta Filarmónica de Gran Canaria. Zu den Dirigentinnen und Dirigenten, mit denen Lauma Skride arbeitet, gehören Andris Nelsons, Kristjan Järvi, Anu Tali, Muhai Tang, John Storgårds, Pedro Halffter, Yan Pascal Tortelier und Cornelius Meister.

Lauma Skride ist Mitbegründerin des „Skride Quartet“, zusammen mit ihrer Schwester Baiba Skride, Harriet Krijgh und Lise Berthaud. Zu Lauma Skrides weiteren Kammermusikpartnern zählen Anne-Sophie Mutter, Daniel Müller-Schott, Sol Gabetta und Julian Steckel sowie Jörg Widmann, Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und das Armida Quartett.

Die Saison 2019/20 begann für Lauma Skride mit Kammermusik bei der Schubertiade sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Anschließend gastierte sie beim Gewandhausorchester Leipzig unter Andris Nelsons mit Clara Schumanns Klavierkonzert. Mit diesem selten gespielten Klavierkonzert war sie ebenfalls in Rostock, Wien und beim Royal Stockholm Philharmonic Orchestra zu hören. Ein weiterer Höhepunkt der Saison sind Konzerte zusammen mit Anne-Sophie Mutter und Daniel Müller-Schott beim Dänischen Radio-Sinfonieorchester mit Beethovens Tripelkonzert.

1982 in Riga als jüngste von drei Schwestern einer lettischen Musikerfamilie geboren, begann Lauma Skride im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen und studierte später in Riga und Hamburg. Seit ihrem elften Lebensjahr nahm sie an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil und wurde mehrfach ausgezeichnet.

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