Sonntag, 2. Oktober 2022, 19 Uhr

Abschlussgala - Arienabend mit Elīna Garanča

Elīna Garanča
Elīna Garanča

Elīna Garanča wurde in Riga, Lettland, in einer musikalischen Familie geboren. 1999 gewann sie den Mirjam- Helin-Gesangswettbewerb in Finnland und war Finalistin in der von der BBC veranstalteten Cardiff Singer of the World Competition. Ihre professionelle Karriere begann sie als Residenz-Künstlerin am Südthüringischen Staatstheater in Meiningen, an dem sie mehrere Hauptrollen verkörperte. Sie war auch Residenz- Künstlerin an der Frankfurter Oper. Im September 2005 schloss sie einen Exklusivvertrag mit dem Label Deutsche Grammophon. 2007 erschien ihre erste Solo-CD „Aria Cantilena“. Ihre Alben „Romantique“, „Meditation“ und „Sol y vida“ wurden mit dem ECHO Klassik Preis ausgezeichnet.

Im November 2020 erschien ihr erstes Rezital-Album mit Liedern von Brahms sowie einer Auswahl aus dem Schumann-Zyklus Frauenliebe und Leben.

Elīna Garanča gehört zu den internationalen Stars. Sie tritt an den renommiertesten Opernbühnen und mit den führenden Sinfonieorchestern weltweit auf. Sie wird nicht nur für ihre schöne Stimme, sondern auch für ihre musikalische Intelligenz und überzeugende Bühnendarstellung gefeiert. In der aktuellen Spielzeit feiert Elīna Garanča ihr Debüt als Fürstin von Boullion in Francesco Cileas Oper Adriana Lecouvreur an der Wiener Staatsoper. Darüber hinaus ist sie als Eboli in Don Carlos an der Metropolitan Opera zu sehen und übernimmt die Rolle der Dalila in der Neuproduktion von Samson et Dalila am Royal Opera House. Garanča kehrt zudem für Cavalleria rusticana an das Opernhaus Zürich sowie für Samson et Dalila an die Staatsoper Berlin zurück. Im Rahmen von Konzerten singt sie Werke von Mazzoli und Mahler mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Riccardo Muti und wird auf den Konzertbühnen Europas, in Russland, Japan und den USA konzertieren, um ihr aktuelles Rezital-Album zu präsentieren. Zu den jüngsten Highlights gehört eine von der Kritik gefeierte Neuproduktion von La Favorite an der Bayerischen Staatsoper. Außerdem wirkte sie in einer Neuproduktion von Der Rosenkavalier an der Metropolitan Opera mit. Elīna Garanča wurde 2010 in den USA als „Vocalist of the Year“ und im selben Jahr mit dem MIDEM Classical Award als „Singer of the Year“ und mit dem ECHO Klassik Preis als „Female Singer of the Year“ ausgezeichnet.

Darüber hinaus gab sie weltweit Konzerte und Rezitale, darunter das Verdi Requiem im Teatro alla Scala unter Daniel Barenboim, mit Anja Harteros, Jonas Kaufmann und René Pape sowie regelmäßige Rezitale in der Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London.

2013 erhielt sie von der Wiener Staatsoper als eine der jüngsten Trägerinnen dieser Auszeichnung den Titel „Kammersängerin“, womit ihre enge Bindung an dieses Haus gewürdigt wurde, an dem sie seit ihrem Debüt im Jahre 2003 (Lola in Cavalleria rusticana) in mehr als 140 Vorstellungen und 18 Rollen aufgetreten und nun als Carmen, Sesto, Giovanna Seymour, Charlotte und Octavian zu hören ist.

Karel Mark Chichon
Karel Mark Chichon

1971 in London als Kind gibraltarischer Eltern geboren, studierte Karel Mark Chichon an der Royal Academy of Music. Aufgrund seiner Dienste an die Musik hat die englische Königin Elisabeth II Chichon zum „Officer of the British Empire“ erhoben. Von der Royal Academy of Music wurde er in Anerkennung seiner Verdienste um seinen Berufsstand zum „Fellow“ ernannt. Von 2011 bis 2017 war er Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.

2017 wurde er zum Chefdirigenten und künstlerischen Leiter des Orquesta Filarmónica de Gran Canaria ernannt. Karel Mark Chichon dirigiert regelmäßig an international renommierten Opern- und Konzerthäusern. Gastverpflichtungen führen ihn jährlich rund um den Globus. Anfang 2016 gab er mit Madama Butterfly sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York, womit er weltweit per HD-Live-Satellitenübertragung in über 2.000 Kinosälen in 66 Ländern ein Millionenpublikum begeisterte. Karel Mark Chichon arbeitet regelmäßig mit der Deutschen Grammophon zusammen.

Janáček Philharmonic Orchestra

Das Janáček Philharmonic Orchestra ist ein Sinfonieorchester von Weltklasse, das in Ostrava in der Tschechischen Republik beheimatet ist. Es setzt sich aus ungefähr hundert erstklassigen Musikerinnen und Musikern zusammen und ist durch den einzigartigen, geschmeidigen Klang seiner Streicher und sein treibendes Bläser-Ensemble weltbekannt. Die Position als Generalmusikdirektor und Chefdirigent hat seit 2020 Vassily Sinaisky inne.

Das Janáček Philharmonic Orchestra ist 1954 aus einem Rundfunkorchester entstanden, das in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen gegründet wurde, als sich Paul Hindemith, Leoš Janáček, Sergei Prokofiev und Igor Stravinsky häufig zu Besuch in Ostrava aufhielten. Seitdem unternimmt das Orchester große Auslandstourneen und ist zwischenzeitlich auf allen Kontinenten zu Gast.

Dabei gastiert es bei renommierten Festivals in Tschechien, wie dem Prager Frühling, dem Janáček-Mai, Smetana Litomyšl oder dem Prager Musikfestival. In jüngster Zeit konzertierte das Orchester mit den Opernstars Anna Netrebko und Jonas Kaufmann und hatte Auftritte beim Festival „Warschauer Herbst“, im Arts Centre Seoul, im Konzerthaus und im Musikverein Wien, in der Elbphilharmonie Hamburg, in der Tonhalle Zürich, in der Philharmonie Berlin, im Théâtre des Champs-Elysées Paris sowie in New York, Peking und München. Seit der Saison 202/21 ist Lukáš Vondráček der ständige Solist. Der abgerundete, homogene Orchesterklang und die besonders emotionale und leidenschaftliche Spielweise des Orchesters wurden stetig weiterentwickelt.

Das Repertoire des Janáček Philharmonic Orchestra Ostrava besteht nicht ausschließlich aus Werken von Janáček oder weiteren bekannten tschechischen Komponisten wie Dvořák, Smetana oder Martinů, sondern deckt die gesamte Bandbreite von L. van Beethoven, W.A. Mozart über R. Strauss und B. Bartók bis hin zu zeitgenössischen Werken ab.

Zahlreiche Aufnahmen wurden unter bekannten Labels wie Naxos, Brilliant Classics, Supraphon, Centaur, New World Records, Stradivari Classics und vielen weiteren veröffentlicht. 2014 wurde ein 4-Jahres-Projekt zur Aufnahme einer Serie ins Leben gerufen, auf der auf 5 CDs die komplette Musik der Janáček-Sinfonien live zu hören ist.

Janáček Philharmonic Orchestra
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