Freitag, 23. September 2022, 19:30 Uhr

Eröffnungskonzert „Wien“

Emmanuel Tjeknavorian
Emmanuel Tjeknavorian

Trotz seiner jungen Jahre gehört Emmanuel Tjeknavorian bereits zu den großen Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Der 1995 geborene Österreicher begeistert Publikum und Kritiker mit seinem Tiefgang, seiner technischen Brillanz und nicht zuletzt auch seiner großen Vielseitigkeit, macht er doch sowohl als Violinist als auch am Dirigentenpult von sich Reden. Radio Klassik Stephansdom erkannte früh Tjeknavorians Stärken als eloquenten Musikkommunikator; seit 2017 moderiert er dort seine eigene Show „Der Klassik-Tjek“. Besonders ist auch das musikalische Familienerbe, das Tjeknavorian antritt: Als Sohn des Komponisten und Dirigenten Loris Tjeknavorian musiziert Emmanuel schon seit frühestem Kindesalter und vereint musikalische sowie kulturelle Welten in seiner Kunst. Künftig wird Tjeknavorian seinen Fokus vermehrt auf das Dirigieren legen: So dirigiert er in der Saison 2021/22 u.a. die Grazer Philharmoniker, das Tonkünstler-Orchester, das Württembergische Kammerorchester Heilbronn und das Bruckner Orchester Linz.

Als Solist wird Tjeknavorian unter anderem bei der Filarmonica della Scala mit Riccardo Chailly gastieren, sowie mit den St. Petersburger Philharmonikern mit Yuri Temirkanov und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia mit Sakari Oramo. Die Essener Philharmoniker widmen ihm in der Saison 2021/22 ein eigenes Künstlerportrait, und auch beim Württembergischen Kammerorchester ist er als „Artist in Association“ mehrfach zu Gast. Regelmäßig konzertiert Tjeknavorian mit den großen Ensembles und Orchestern der Welt, darunter das Gewandhausorchester, das WDR-Sinfonieorchester, das Mahler Chamber Orchestra, das London Symphony Orchestra und das Tonhalle Orchester Zürich. Zu weiteren musikalischen Partnern zählen unter anderem Semyon Bychkov, Riccardo Chailly, Adam Fischer und Yuri Temirkanov. Auch bei den internationalen Klassik- Festivals ist er ein gern gesehener Gast, u.a. beim Enescu Festival, Grafenegg Festival, Rheingau Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Als Teil eines neuen Exklusiv-Vertrages mit Berlin Classics erschien im Februar 2020 Emmanuel Tjeknavorians zweites Album, welches die Violinkonzerte von Jean Sibelius und Loris Tjeknavorian, eingespielt mit dem hr-Sinfonieorchester unter Pablo Gonzales, beinhaltet. Sein Debüt Album, „Solo“ erschienen bei Sony Classical, stieß auf hohe Anerkennung und erhielt 2018 den OPUS Klassik. Im Mai 2021 erschien Emmanuel Tjeknavorians erste CD als Dirigent, für die er mit dem Tonkünstler-Orchester auf dem hauseigenen Label Rimsky-Korsakovs „Scheherazade“ einspielte. Im selben Jahr veröffentlichte Berlin Classics das Album „Brahms Concerto & Songs“, auf dem Tjeknavorian wieder als Solist in Erscheinung tritt – mit dem WDR-Sinfonieorchester unter Cristian Măcelaru, sowie Mezzosopran Anna Lucia Richter und Pianist Andreas Haefliger.

Wiener Symphoniker

Die Wiener Symphoniker zählen zu den internationalen Spitzenorchestern. Im Mittelpunkt der Arbeit des Klangkörpers steht die bewusste Pflege, nachhaltige Entwicklung und breite Vermittlung der traditionellen Wiener Klangkultur. Gleichzeitig hat sich das Orchester in seiner über 100-jährigen Geschichte mit Uraufführungen führender Komponisten, aufsehen-erregenden künstlerischen Projekten, Kooperationen und Programmen eine weltweite Reputation für seine künstlerische Innovationslust erarbeitet.

Gegründet 1900 unter dem Namen „Wiener Concertverein“, prägten herausragende Dirigentenpersönlichkeiten wie Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch oder Georges Prêtre die Entwicklung der Klangkultur des Orchesters. Als regelmäßige Gastdirigenten feierten zudem Weltstars wie Lorin Maazel, Zubin Mehta, Claudio Abbado, Carlos Kleiber oder Sergiu Celibidache viel beachtete Erfolge.

Mit Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada leitet seit der Saison 20-21 ein langjähriger Wahl-Wiener als Chefdirigent die Geschicke des Ensembles und rückt dabei auch dessen musikalische Ursprünge ins Licht. Musikgeschichte schrieb das Orchester u. a. mit den Uraufführungen von heute so selbstverständlich im Repertoire verankerten Werken wie Anton Bruckners Neunte Symphonie, Arnold Schönbergs Gurre-Lieder, Maurice Ravels Konzert für die linke Hand und Franz Schmidts Das Buch mit sieben Siegeln. Als Wiens Konzertorchester mit eigenen Zyklen sowohl im Musikverein Wien und dem Wiener Konzerthaus spielen die Wiener Symphoniker jährlich über 170 Konzert- und Opernauftritte und bilden so das Rückgrat des symphonischen Lebens der Musikstadt Wien. Zudem verlassen die Wiener Symphoniker regelmäßig ihre angestammten Spielorte und kommen mit ihren Grätzl-Konzerten direkt zur Wiener Bevölkerung in die Wiener Gemeindebezirke. Zahlreiche Initiativen in der Musikvermittlung unter dem Projektnamen „Open Symphony“ runden das Portfolio der Wiener Aktivitäten des Orchesters ab. Seit Anbeginn im Jahre 1946 sind die Wiener Symphoniker außerdem das Orchestra in Residence der Bregenzer Festspiele. Dort treten sie als Opernorchester beim Spiel am See auf der weltgrößten Seebühne und bei der Oper im Festspielhaus in Erscheinung und bereichern das Programm zudem mit mehreren Orchesterkonzerten. Als offizieller Kulturbotschafter der Stadt Wien gastieren sie zudem regelmäßig in den wichtigsten internationalen Musikzentren.

Wiener Symphoniker
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