Samstag, 1. Oktober 2022, 20 Uhr

„Cellissimo!“

Mischa Maisky
Mischa Maisky

Mischa Maisky ist der einzige Cellist weltweit, der sowohl bei Mstislaw Rostropowitsch als auch bei Gregor Piatigorsky studiert hat. Rostropowitsch pries Mischa Maisky als „…eines der herausragendsten Talente in der jüngeren Cellisten-Generation. Sein Spiel verbindet Poetik und hervorragendes Feingefühl mit viel Temperament und brillanter Spieltechnik.“

Mischa Maisky wurde in Lettland geboren, studierte am Moskauer Tschaikowsky Konservatorium, konzertiert auf allen fünf Kontinenten dieser Erde und hat nach seiner Repatriierung nach Israel seinen Lebensmittelpunkt in Brüssel gefunden. Er selbst versteht sich als Weltbürger: „Ich spiele ein italienisches Cello, mit französischen und deutschen Bögen, österreichischen und deutschen Saiten, meine Tochter wurde in Paris geboren, mein ältester Sohn in Brüssel, mein mittlerer in Italien und mein jüngster in der Schweiz, ich trage eine schweizerische Uhr und eine indische Halskette – kurz gesagt, ich sehe mich als Kosmopolit und fühle mich da zuhause, wo die Leute klassische Musik schätzen und genießen.“

Im Rahmen seines nunmehr 30 Jahre währenden Exklusivvertrags mit der Deutschen Grammophon spielte er mittlerweile mehr als 35 Aufnahmen für dieses herausragende Label ein, mit Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem London Symphony und Israel Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orpheus Chamber Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe und anderen. Keine geringeren als Lang Lang und Vadim Repin waren die Partner auf seiner CD mit Klaviertrios von Tschaikowsky und Rachmaninow.

Seine jüngste CD, die 2020 aufgelegt wurde, trägt den Titel „20th Century Classics“ und beinhaltet eine Bonus CD der Weltpremiere von Benjamin Yusupov’s Cellokonzert, das der israelische Komponist Mischa Maisky gewidmet hat.

Ein besonderer Höhepunkt seiner Konzerttätigkeit war zweifellos das Jahr 2000, in dem Mischa Maisky den 250. Todestag Johann Sebastian Bachs auf eine ganz besondere Weise würdigte. In einem Konzertmarathon von weit über 100 Konzerten brachte er Bachs Solosuiten weltweit zur Aufführung. Um seine tiefe Verehrung und Bewunderung für diesen Komponisten auszudrücken, nahm Mischa Maisky Bachs Solo Suiten im Laufe seiner Karriere gleich drei Mal auf.

Seine Aufnahmen erregten bei der internationalen Kritik großes Aufsehen und einige davon wurden fünf Mal mit dem Record Academy Prize in Tokyo, drei Mal mit dem ECHO Deutscher Schallplattenpreis, dem Grand Prix du Disque in Paris und dem Diapason d’Or ausgezeichnet und für den begehrten Grammy nominiert.

Durch zahlreiche Auftritte mit führenden Orchestern der Welt, eine regelmäßige Präsenz bei den renommiertesten internationalen Festivals und Klassikreihen, aber auch durch die Zusammenarbeit mit hervorragenden Dirigenten hat Mischa Maisky seinen internationalen Ruf als Cellist gefestigt.

Preisträger Prix Young Artist of the Year 2022

Christian Li
Christian Li

„Whatever he touches, this young violinist emerges as an extraordinary wunderkind.“ BBC Music Magazine Bereits im Alter von zehn Jahren gewann Christian Li den ersten Preis des Internationalen Yehudi-Menuhin- Violinwettbewerbs 2018 und begeistert seitdem das Publikum weltweit trotz seines jugendlichen Alters mit seiner erstaunlichen künstlerischen Reife und seinem virtuosen Geigenspiel. 2007 in Melbourne geboren, begann er im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenunterricht. Mit neun Jahren gab er sein Solodebüt mit dem Australasian Orchestra, kurz darauf folgte sein professionelles Konzertdebüt mit dem Orchestra Victoria, dem Orchester des Australian Ballet und der Opera Australia.

Christian Li ist erster Preisträger beim „Golden Beijing“ Violinwettbewerb 2014 in China und bei der „Young Artist Semper Music International Competition“ 2017 in Italien. 2022 tritt Christian Li dem Melbourne Symphony Orchestra als „Young Artist in Association“ für drei Jahre bei. Er studiert bei Dr. Robin Wilson, Leiter des Fachbereichs Violine an der Australian National Academy of Music.

Karel Mark Chichon
Karel Mark Chichon

1971 in London als Kind gibraltarischer Eltern geboren, studierte Karel Mark Chichon an der Royal Academy of Music. Aufgrund seiner Dienste an die Musik hat die englische Königin Elisabeth II Chichon zum „Officer of the British Empire“ erhoben. Von der Royal Academy of Music wurde er in Anerkennung seiner Verdienste um seinen Berufsstand zum „Fellow“ ernannt. Von 2011 bis 2017 war er Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.

2017 wurde er zum Chefdirigenten und künstlerischen Leiter des Orquesta Filarmónica de Gran Canaria ernannt. Karel Mark Chichon dirigiert regelmäßig an international renommierten Opern- und Konzerthäusern. Gastverpflichtungen führen ihn jährlich rund um den Globus. Anfang 2016 gab er mit Madama Butterfly sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York, womit er weltweit per HD-Live-Satellitenübertragung in über 2.000 Kinosälen in 66 Ländern ein Millionenpublikum begeisterte. Karel Mark Chichon arbeitet regelmäßig mit der Deutschen Grammophon zusammen.

Janáček Philharmonic Orchestra

Das Janáček Philharmonic Orchestra ist ein Sinfonieorchester von Weltklasse, das in Ostrava in der Tschechischen Republik beheimatet ist. Es setzt sich aus ungefähr hundert erstklassigen Musikerinnen und Musikern zusammen und ist durch den einzigartigen, geschmeidigen Klang seiner Streicher und sein treibendes Bläser-Ensemble weltbekannt. Die Position als Generalmusikdirektor und Chefdirigent hat seit 2020 Vassily Sinaisky inne.

Das Janáček Philharmonic Orchestra ist 1954 aus einem Rundfunkorchester entstanden, das in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen gegründet wurde, als sich Paul Hindemith, Leoš Janáček, Sergei Prokofiev und Igor Stravinsky häufig zu Besuch in Ostrava aufhielten. Seitdem unternimmt das Orchester große Auslandstourneen und ist zwischenzeitlich auf allen Kontinenten zu Gast.

Dabei gastiert es bei renommierten Festivals in Tschechien, wie dem Prager Frühling, dem Janáček-Mai, Smetana Litomyšl oder dem Prager Musikfestival. In jüngster Zeit konzertierte das Orchester mit den Opernstars Anna Netrebko und Jonas Kaufmann und hatte Auftritte beim Festival „Warschauer Herbst“, im Arts Centre Seoul, im Konzerthaus und im Musikverein Wien, in der Elbphilharmonie Hamburg, in der Tonhalle Zürich, in der Philharmonie Berlin, im Théâtre des Champs-Elysées Paris sowie in New York, Peking und München. Seit der Saison 202/21 ist Lukáš Vondráček der ständige Solist. Der abgerundete, homogene Orchesterklang und die besonders emotionale und leidenschaftliche Spielweise des Orchesters wurden stetig weiterentwickelt.

Das Repertoire des Janáček Philharmonic Orchestra Ostrava besteht nicht ausschließlich aus Werken von Janáček oder weiteren bekannten tschechischen Komponisten wie Dvořák, Smetana oder Martinů, sondern deckt die gesamte Bandbreite von L. van Beethoven, W.A. Mozart über R. Strauss und B. Bartók bis hin zu zeitgenössischen Werken ab.

Zahlreiche Aufnahmen wurden unter bekannten Labels wie Naxos, Brilliant Classics, Supraphon, Centaur, New World Records, Stradivari Classics und vielen weiteren veröffentlicht. 2014 wurde ein 4-Jahres-Projekt zur Aufnahme einer Serie ins Leben gerufen, auf der auf 5 CDs die komplette Musik der Janáček-Sinfonien live zu hören ist.

Janáček Philharmonic Orchestra
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