Sonntag, 25. September 2022, 19 Uhr

Gala-Konzert mit Rolando Villazón

Rolando Villazón
Rolando Villazón

Durch seine fesselnden Auftritte auf den renommiertesten Bühnen und Konzertsälen der Welt hat sich Rolando Villazón als einer der führenden Tenöre der Gegenwart etabliert und gilt heute als einer der vielseitigsten Künstler: neben seiner Bühnenkarriere ist Rolando Villazón auch als Regisseur, Schriftsteller und TVPersönlichkeit bekannt. Geboren in Mexico City begann er seine musikalischen Studien am nationalen Konservatorium seines Heimatlandes bevor er Mitglied der Nachwuchsprogramme an den Opernhäusern in Pittsburgh und San Francisco wurde. Rolando Villazón machte sich in der internationalen Musikszene rasch einen Namen, nachdem er 1999 mehrere Preise bei Plácido Domingos „Operalia“-Wettbewerb gewann, u.a. den Zarzuela-Preis und den Zuschauerpreis. Noch im gleichen Jahr folgten sein europäisches Debüt als Des Grieux in Massenets Manon in Genua sowie Debüts als Alfredo in La Traviata an der Opéra de Paris und als Macduff in Verdis Macbeth an der Staatsoper Berlin.

Seitdem ist Rolando Villazón regelmäßiger Gast an den Staatsopern in Berlin, München und Wien, der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden, der Metropolitan Opera New York sowie den Salzburger Festspielen und arbeitet regelmäßig mit führenden Orchestern und namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Yannick Nézet-Séguin, Riccardo Chailly oder Ivor Bolton zusammen. Als Konzertsänger war er bereits in Londons Barbican Hall, den Philharmonien in Berlin und Köln, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Gewandhaus Leipzig und der Accademia Santa Cecilia in Rom zu erleben.

2011 debütierte Rolando Villazón als Regisseur in Lyon und inszenierte seither für das Festspielhaus Baden-Baden, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf und die Wiener Volksoper. 2007 wurde der Tenor Exklusivkünstler für Deutsche Grammophon und veröffentlichte seitdem über 20 CDs und DVDs, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus erhielt er den Titel eines Chévalier de l’Ordre des Arts et des Lettres, eine der höchsten Auszeichnungen im Bereich der Kunst und Literatur in Frankreich, seinem permanenten Wohnsitz. Rolando Villazón ist Botschafter der RED NOSES Clowndoctors International und Mitglied des Collège de Pataphysique de Paris. 2013 erschien sein erster Roman „Malabares“, der zweite „Lebenskünstler“ wurde im April 2017 veröffentlicht. Sein dritter Roman „Amadeus auf dem Fahrrad“ erschien im Juni 2020 und verbrachte mehrere Wochen auf der Bestsellerliste des Magazins Der Spiegel.

2017 wurde er zum Mozart-Botschafter der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg ernannt.

Emily Pogorelc
Emily Pogorelc

Die aufstrebende amerikanische Sopranistin Emily Pogorelc gilt als eine der begabtesten Sängerinnen ihrer Generation und wird von Kritikern und Publikum gleichermaßen für ihre schwebende, einzigartige Stimme und ihre fesselnde Bühnenpräsenz gelobt. Als Alumni des Ryan Opera Center an der Lyric Opera of Chicago ist Emily Pogorelc derzeit Mitglied des Ensembles an der Bayerischen Staatsoper München, wo sie während des Sommeropernfestivals 2021 als Cherubino in Le nozze di Figaro ein gefeiertes Debüt gab.

In der Spielzeit 2021/22 ist Emily Pogorelc in München unter anderem als Adina in L’elisir d’amore, in einem weiteren Rollendebüt als Musetta in La bohème und als Lauretta in Gianni Schicchi zu erleben. 2022 gibt die Sopranistin ihr Debüt beim Glyndebourne Festival als Cherubino in Le nozze di Figaro. Konzertant singt sie Brahms’ Ein deutsches Requiem mit dem Iceland Symphony Orchestra unter der Leitung von Betrand de Billy und ein Arienprogramm, das Mozart 1771 mit der Classical Opera in London geschrieben und gehört hat.

Beim ersten Glyndebourne Opera Cup 2018 war Emily Pogorelc die jüngste Finalistin und erhielt den Ginette-Theano-Preis für das vielversprechendste Talent. 2019 war sie Halbfinalistin beim Internationalen Königin-Sonja-Musikwettbewerb und hatte die Ehre, vor Königin Sonja von Norwegen aufzutreten.

Emily Pogorelc ist US-Amerikanerin und wuchs in Milwaukee, Wisconsin, auf.

Guerassim Voronkov
Guerassim Voronkov

Der in Moskau geborene Dirigent, Pianist, Geiger und Komponist Guerassim Voronkov absolvierte seine musikalische Ausbildung in Russland. Er studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium Violine, Klavier und Dirigieren und schloss sein Violinstudium sowie Orchester- und Operndirigieren mit Auszeichnung ab. Um sich seiner wahren Leidenschaft, dem Dirigieren und Komponieren, zu widmen, gab er die Soloinstrumente auf.

1991 übersiedelte Voronkov nach Barcelona, wo er seitdem als Dirigent und Kulturmanager tätig ist. 1993 gründete er das Camerata Mediterranea Orchestra, mit dem er zahlreiche Konzerte gab sowie Aufnahmen einspielte. Zudem leitet er seit 1998 das Orquestra Simfònica del Conservatori Superior del Liceu in Barcelona und ist seit 2004 Dirigent des Orquestra Simfònica de l'Academia des Gran Teatre del Liceu. Von 2012 bis 2014 ging Voronkov mit Rolando Villazón auf Tournee, um dessen CD-Aufnahme „Treasures of Bel Canto“, die „Verdi-Tour 2013“ und die „Europa-Tour 2014“ zu präsentieren. Er ist Gastprofessor an der Universidad Nacional de Colombia.

Neben der Zusammenarbeit mit Rolando Villazón kooperierte er zudem mit Künstlern wie Montserrat Caballé, Plácido Domingo, Carlos Álvarez, Ofelia Sala und Elena Obraztsova und arbeitete Seite an Seite mit Dirigenten wie Bertran de Billy, Gennady Rozhdestvensky und Riccardo Muti.

Philharmonie Baden-Baden

Die Tradition fester Musikerensembles reicht in Baden-Baden bis in das Jahr 1460. Seit 1854 arbeitet der Klangkörper ganzjährig und spielte in dieser Zeit wohl 60.000 Veranstaltungen.

Gioacchino Rossini, Franz Liszt, Hector Berlioz, Jacques Offenbach, Johann Strauss, Johannes Brahms, Hans von Bülow, Richard Strauss, Enrico Caruso, Pietro Mascagni, Wilhelm Furt-wängler, Béla Bartók, Bruno Walter, Igor Strawinsky, Renata Tebaldi, Edita Gruberova, José Carreras, Placido Domingo, Anna Netrebko, Diana Damrau, Anne-Sophie Mutter, Krassimira Stoyanova, Juan Diego Flores, Piotr Beczala, Thomas Hampson u. v. a. – sie alle standen mit der Philharmonie auf der Bühne.

Gastspiele und Tourneen im Ausland brachten dem Ensemble internationales Ansehen. Das Orchester konzertierte in China, in den arabischen Emiraten Dubai, Qatar und Bahrain, in der Ukraine, in Frankreich, Belgien, Italien, Tschechien, Spanien und in der Schweiz. 2020 stand zum ersten Mal Japan auf dem Tourneeplan des Ensembles. Renommierte Konzertsäle wie die Zürcher Tonhalle, der KKL in Luzern, die Victoria Hall in Genf, die Kölner Philharmonie und die Alte Oper in Frankfurt begrüßten die Philharmonie auf ihrer Bühne.

Vom intimen Kammerkonzert bis zum Galakonzert im Festspielhaus, vom klassischen Sinfo-niekonzert bis zum launigen Open-Air in den wunderbaren Gartenanlagen Baden-Badens – in ihrer Heimatstadt präsentiert das Orchester ein facettenreiches Konzertangebot, welches den vielfältigen Anforderungen einer Festspielstadt entspricht.

Zahlreiche TV- (u. a. für ARTE, das ZDF, SWR, HR und den MDR sowie France 3), Rundfunk-produktionen und nicht zuletzt die mehr als 35 eigenen CDs dokumentieren die Leistungsfä-higkeit des Klangkörpers in den letzten Jahrzehnten.

Ballettaufführungen führten das Orchester mit dem Hamburg Ballett (John Neumeier), dem Zürcher Ballett (Heinz Spoerli) und den Ballettensembles der Wiener Staatsoper sowie der Mailänder Scala zusammen.

Mit der Carl Flesch Akademie bietet die Philharmonie alljährlich einen weltweit renommier-ten Meisterkurs für Streichinstrumentalisten an. Intensive Förderung erfährt die Elite des Instrumentalisten- und Dirigentennachwuchses auch im Rahmen der engen Zusammenarbeit des Orchesters mit Musikhochschulen sowie dem Deutschen Musikrat. Bei der Philharmoni-schen Jugendakademie integriert die Philharmonie ausgewählte junge Musiker aus der Re-gion in ihre Reihen. Die jüngsten Musikfreunde lassen sich von den Gummibärchenkonzerten erfreuen.

Seit 2007 ist Pavel Baleff der Chefdirigent des Orchesters.

Philharmonie Baden-Baden
zum Seitenanfang