Dienstag, 27. & Mittwoch, 28. September 2022, 20 Uhr

Mozart – Klavierkonzerte

Rudolf Buchbinder
Rudolf Buchbinder

Rudolf Buchbinder zählt zu den legendären Interpreten unserer Zeit. Die Autorität einer mehr als 60 Jahre währenden Karriere verbindet sich in seinem Klavierspiel auf einzigartige Weise mit Esprit und Spontaneität. Tradition und Innovation, Werktreue und Freiheit, Authentizität und Weltoffenheit verschmelzen in seiner Lesart der großen Klavierliteratur.

Als maßstabsetzend gilt er insbesondere als Interpret der Werke Ludwig van Beethovens. Mit der Edition BUCHBINDER: BEETHOVEN veröffentlichte die Deutsche Grammophon im Herbst 2021 eine Gesamtaufnahme der 32 Klaviersonaten sowie der fünf Klavierkonzerte und setzt damit zwei herausragenden Buchbinder-Beethoven-Zyklen der jüngsten Zeit ein klingendes Denkmal. Als erster Pianist spielte Buchbinder bei den Salzburger Festspielen 2014 sämtliche Klaviersonaten Ludwig van Beethovens innerhalb eines Festspiel-Sommers. Die Live-Aufnahme der Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens entstand in der Konzertsaison 2019/20 im Wiener Musikverein. Anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums gab der Wiener Musikverein mit Rudolf Buchbinder einem einzelnen Pianisten die Ehre, erstmals in der Geschichte des weltberühmten Hauses alle fünf Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens in einer eigens aufgelegten Serie aufzuführen. Buchbinders Partner waren das Gewandhausorchester Leipzig unter Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons, die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker und die Sächsische Staatskapelle Dresden unter ihren Chefdirigenten Mariss Jansons, Valery Gergiev und Christian Thielemann.

Als Beitrag zum Beethoven-Jahr 2020 initiierte Rudolf Buchbinder in Anlehnung an die Entstehungsgeschichte von Beethovens epochalen Diabelli-Variationen, op. 120 einen Zyklus neuer Diabelli-Variationen. Elf Konzerthäuser weltweit fungierten mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung als Auftraggeber für elf führende Komponisten der Gegenwart, darunter Lera Auerbach, Toshio Hosokawa, Tan Dun und Jörg Widmann. Unter dem Titel „The Diabelli Project“ erschien die Weltersteinspielung der Neuen Diabelli-Variationen in Verbindung mit einer Neu-Aufnahme von Beethovens Diabelli-Variationen bei Deutsche Grammophon. Das Doppel-Album bildete den Auftakt von Buchbinders exklusiver Partnerschaft mit dem Label.

Rudolf Buchbinder ist Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker, der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, der Wiener Konzerthausgesellschaft, der Wiener Symphoniker und des Israel Philharmonic Orchestra. Er ist der erste Solist, dem die Sächsische Staatskapelle Dresden die Goldene Ehrennadel verlieh.

Größten Wert legt Buchbinder auf Quellenforschung. Seine private Notensammlung umfasst u.a. 39 komplette Ausgaben der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist eines der international führenden Orchester und begeistert mit ihrem einzigartigen Musizierstil weltweit ihr Publikum. Künstlerischer Leiter ist seit 2004 der estnische Dirigent Paavo Järvi.

Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Järvi war das gemeinsame Beethoven-Projekt, dem sich Dirigent und Orchester sechs Jahre lang widmeten. Das Ergebnis waren weltweit gefeierte Aufführungen. Auf Beethoven folgte ein phänomenaler Schumann-Zyklus. Seit 2015 widmet sich Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi dem Komponisten Johannes Brahms. Ein Highlight des Brahms-Projekts war die international bejubelte Aufführung des Requiems am 10. April 2018 im Dom zu Bremen, genau 150 Jahre nach der Uraufführung. Die Aufnahme erschien im April 2020 beim Label C Major auf DVD. Die CD-Einspielungen der Sinfonien wurden mit dem Opus Klassik ausgezeichnet. Es ist „eine Referenzaufnahme“, so die Zeit, und wird laut hr2-kultur „[…] noch lange nachhallen“.

Im Oktober 2019 erschien The Brahms Code, eine TV/DVD-Dokumentation der Deutschen Welle/Unitel über das Brahms-Projekt. Die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik zeichnete The Brahms Code als besten Musikfilm aus. Des Weiteren wurde der Film mit dem Silver Award der New York Festivals TV & Film Awards ausgezeichnet. Seit Herbst 2021 beschäftigen sich das Orchester und Paavo Järvi mit den zwölf Londoner Sinfonien von Joseph Haydn. Der Auftakt des Projekts fand in Wien statt.

Für ihre Einspielungen und das einzigartige Education-Projekt „Zukunftslabor“, in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Bremen-Ost in Osterholz-Tenever, wurde Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit unzähligen Preisen wie dem ECHO, Opus Klassik, Vision Award und Diapason d’Or geehrt.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die seit Jahren enge musikalische Freundschaften mit international renommierten Solisten wie Christian Tetzlaff, Maria João Pires, Janine Jansen, Igor Levit, Hilary Hahn und Martin Grubinger pflegt, ist seit der Eröffnung der Elbphilharmonie Hamburg im Jahr 2017 eines der Residenzorchester und langjähriges Residenzorchester der Kölner Philharmonie. 2019 war das Orchester erstes „Orchestra in Residence“ beim Rheingau Musik Festival und wurde mit dem renommierten Rheingau Musik Preis ausgezeichnet.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
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