Sonntag, 26. September 2021, 20 Uhr

Mozarts letztes Solokonzert mit Sabine Meyer

Sabine Meyer
Sabine Meyer

Sabine Meyer gehört zu den renommiertesten Solisten weltweit. Ihr ist es zu verdanken, dass die Klarinette, oft als Soloinstrument unterschätzt, das Konzertpodium zurückerobert hat.

In Crailsheim geboren, schlug Sabine Meyer zunächst die Orchesterlaufbahn ein und wurde Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Es folgte ein Engagement als Solo-Klarinettistin bei den Berliner Philharmonikern. 

Sabine Meyer feierte weltweit Erfolge als Solistin bei mehr als dreihundert Orchestern. Sie gastierte bei allen bedeutenden Orchestern in Deutschland und wurde von den führenden Orchestern der Welt engagiert, so u.a. von den Wiener Philharmonikern, vom Chicago Symphony Orchestra, vom London Philharmonic Orchestra, vom NHK Symphony Orchestra Tokyo, den Berliner Philharmonikern, von den Radio-Sinfonieorchestern in Wien, Basel, Warschau, Prag sowie von zahlreichen anderen Klangkörpern.

Sabine Meyers besondere Zuneigung gehört der Kammermusik, wobei sie Wert auf eine kontinuierliche Zusammenarbeit legt. In vielfältigen Zusammensetzungen musiziert sie unter anderem mit Künstlern wie Christiane Karg, Martin Helmchen, Daniel Müller-Schott, Nils Mönkemeyer, Bertrand Chamayou, dem Armida Quartett, dem Modigliani Quartett sowie dem Schumann Quartett.

Ihre zahlreichen Einspielungen u.a. bei Warner Classics, Deutsche Grammophon, SonyClassical oder CAvi-music umfassen ein breites Repertoire mit  den bedeutenden Werken für Klarinette. Zuletzt erschien bei SonyClassical ein Trioprogramm mit Nils Mönkemeyer und William Youn sowie „Fantasia“ mit dem Alliage Quintett.

Sabine Meyer setzt sich immer wieder für zeitgenössische Musik ein – so wurden ihr Werke von Jean Françaix, Edison Denissov, Harald Genzmer, Toshio Hosokawa, Manfred Trojahn, Aribert Reimann, Peter Eötvös und Márton Illés gewidmet.

Neben der achtmaligen Auszeichnung mit dem ECHO Klassik ist Sabine Meyer Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, des „Niedersachsen Preises“, des „Brahms Preises“ und des „Praetorius Musikpreises Niedersachsen“. Sie ist Mitglied der „Akademie der Künste Hamburg“ und bekam den Orden „Chevalier des Arts et des Lettres“ verliehen. Seit 1993 hat Sabine Meyer eine Professur an der Hochschule für Musik in Lübeck inne.

Radoslaw Szulc

Radoslaw Szulc wurde in Polen geboren und erhielt den ersten Violinunterricht von seiner Mutter. Bereits im Alter von zehn Jahren gab er sein Solodebüt mit dem Violinkonzert von Mendelssohn. Seine weiteren Studien absolvierte er in Warschau, Hannover, an der Londoner Guildhall School und in Amsterdam. Radoslaw Szulc gewann Preise beim Wieniawski-Wettbewerb in Polen, beim Sarasate-Wettbewerb in Pamplona, beim Freiburger Spohr-Wettbewerb, beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki, beim Wiener Kreisler-Wettbewerb und beim Internationalen Violinwettbewerb von Scheveningen in Holland. 1998 wurde er zum Ersten Konzertmeister des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks berufen, seit 1999 ist er zudem Künstlerischer Leiter des Kammerorchesters des Bayerischen Rundfunks.

Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks

Das offizielle Gründungsdatum des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks ist der 1. Juli 1949. An diesem Tag trat Eugen Jochum seine Position als Chefdirigent des Orchesters an. 1999 – und damit pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Symphonieorchesters, wurde  auf Initiative von Radoslaw Szulc und Karl Wagner das Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks aus den eigenen Reihen gegründet. Die variable Formation versteht sich als Virtuosenvereinigung, die kammermusikalischen Ensemblegeist pflegen will. Diesen hohen Anspruch realisieren die Musiker ohne Dirigenten, man spielt im Stehen, und Radoslaw Szulc übernimmt als Primus inter Pares die künstlerische Leitung. Den Repertoireschwerpunkt bildet die Literatur für reines Streichorchester aus allen Epochen. Für kleiner dimensionierte Symphonien und Solokonzerte werden nach Bedarf Bläsersolisten des Symphonieorchesters hinzugezogen.

Sehr schnell folgten Fernsehproduktionen und CD-Aufnahmen, u.a. der Streichorchesterwerke von Tschaikowsky. Vor allem für seinen charakteristischen, homogenen und warmen Streicherklang wurde das Kammerorchester schon früh hochgelobt. In den europäischen Musikmetropolen und bei internationalen Festivals ist das Ensemble seitdem ein viel gefragter Gast.

Das Kammerorchester musiziert regelmäßig mit international renommierten Künstlern wie Lang Lang, Julia Fischer, Mischa Maisky, Sabine Meyer, Pinchas Zukerman, Diana Damrau, Igor Levit, Vadim Repin, Janine Jansen und Maxim Vengerov.

zum Seitenanfang